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SUMMARY:Theater Nordstadt: Vom Klang der Zeit_ Szenische Lesung mit Musik
DESCRIPTION:\n\n\n\n\nVOM KLANG DER ZEIT                                                                                                                                                                Ihr habt die Uhren — Wir haben die Zeit!Die  Bedeutung dessen, was die Menschen >Zeit< nennen, erschließt sich  uns am ehesten von ihrer Begrenztheit als Lebens-Zeit: Prima, quae vitam dedit, hora, carpsit.(Die erste Stunde, die uns das Leben gab, nahm uns des Lebens erste Stunde.) (Horaz)Der  Mensch ist das Wesen, das sich seiner Vergänglichkeit bewusst ist.  Dieses Bewusstsein zwingt ihn in einen Zeitrahmen, den er mit Gegenwart,  Vergangenheit und Zukunft zu benennen und zu füllen versucht, wobei  diese Zeitorientierungen, je länger er darüber nachdenkt, in ihren  Konturen verschwimmen. Wie lang ist die Gegenwart, ein Augenblick? 1  Sekunde? Eine Stunde? „Uns gehört  nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn  sie glücklich ist, ist viel“, so Theodor Fontane.              Allein  der Mensch ist gegenwartsfähig, aber diese Gegenwartsfähigkeit macht  ihn zugleich anfällig für die Sorge, was zukünftige Gegenwärtigkeit für  ihn bereit halten mag. Diese Unwissenheit,was die Stunde geschlagen hat,  und das Bewusstsein zugleich, dass da etwas kommt, auf ihn zukommt,  drängt ihn dazu, Zeit zu strukturieren und damit >planbarer< zu  machen. Zunächst dienten ihm die natürlichen und kosmischen, zyklisch  wiederkehrenden Zeitläufte wie die Jahreszeiten, der Lauf der Gestirne,  die Gezeiten der Meere als Orientierungshilfe im Wechsel der Zeiten.  Zusätzlich suchte der Mensch nach einem >präziseren<, eigenen Maß,  um dem schicksalhaft-fremdbestimmten Dasein mit eigenen Maßstäben  begegnen zu können. Mit der Erfindung der Uhr wird eine lineare,  chronische, planbarere Taktgebung der Lebens- und vor allem Arbeitszeit möglich. Zeit wird – wie Geld – zu einem abstrakten Tauschmittel in einer rationalisierten und durchplanten Welt: Zeit ist Geld, und so steht der moderne Mensch vor dem Paradox: er hat eine Uhr, aber keine Zeit…Was  auch aus anderer Perspektive nicht weiter erstaunlich ist, – denn seit  Zeiten beschäftigen Menschen sich mit der Frage, ob es so etwas wie  „Zeit“ überhaupt gibt oder letztlich nur ein -menschliches- Konstrukt  sei, um etwas, das sich nicht greifen lässt, gleichsam zwischen den  Fingern zerrinnt, sprachlich und gedanklich zu fassen.  Die Metapher vom  >Fluss der Zeit<  begleitet uns von dem Vorsokratiker  Heraklit(panta rhei) bis in die Poesie unserer Tage (>…während unter  dem Brückenbogen die Zeit rauscht<, Günter Eich).Und man begegnet  ihr, greif- und begreifbarer, in den von uns geschaffenen Gegenständen  und Kunstwerken: entzifferbar als durch menschliche Arbeit geronnene  Zeit: wie sich dann auch manifestiert und uns begegnet in Museen, auf  Speichern, in den Seiten von Büchern, die man auch als Zeitmagazine  betrachten kann. Bilder, Musik, Bücher, Texte: Sie laden ein, sich  einzulassen auf einen  anderen Rhythmus der Zeit, wo sich Gegenwart  dehnt an der Nutz-Losigkeit gestapelter Dinge, entflüssigter Zeit. Bei  dieser Lesung halten dann das flüchtige, philosophische und poetische  Wort  eine Zwiesprache mit den Tönen der Musik. Eintritt: 5,-€ / HannoverAktivPass 2,-€Bitte über das Kontaktformular des Theater Nordstadt voranmelden! Die Lesung findet unter Berücksichtigung unserer Hygieneregeln ( https://www.theater-nordstadt.de/covid-19/ ) statt. Bitte machen Sie sich mit diesen im Vorfeld der Veranstaltung vertraut. \n\n\n\n\n\n\n\n\n
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